Geschichte Athen

Die Geschichte Athens geht bis ins Jahr 3000 vor Christus zurück, hier haben sich die ersten Völker angesiedelt. Allerdings lassen sich genauere historische Ereignisse erst ab ungefähr 1300 vor Christus belegen, denn in dieser Zeit wurde von den Mykenern hier auf der Akropolis ein Königspalast erbaut. In den Jahren zwischen 1200 und 900 vor Christus – den so genannten dunklen Jahrhunderten –wurde es recht ruhig um Athen. Erst zwischen den Jahren 900 und 700 vor Christus gewann Athen aufgrund seiner Lage wieder an Bedeutung, denn die zum Meer hin offene Seite war gerade in den Kämpfen gegen Sparta von großem Vorteil. Die Zeit zwischen dem 7. und dem 5.Jahrhundert vor Christus war durch verschiedene Herrscher geprägt, die, mit Ausnahme von einem der sieben Waisen (Solon), den Bürgern aufgrund ihrer scharfen Gesetze und ihrer Tyrannei das Leben schwer machten. Im Jahre 515 vor Christus wurde mit dem Bau des Olympieion begonnen. Durch die vielen, durch die Herrscher bestimmten Unterbrechungen wurde der Tempel erst im Jahr 640 nach Christus unter der Herrschaft des römischen Kaisers Hadrian fertig gestellt und galt als der größte Tempel des griechischen Festlandes.

Die Region Attika, in der sich die Stadt Athen befindet, war ein recht weitläufiges Gebiet. Da einige Siedlungen fernab von Athen lagen, Kleisthenes allerdings wünschte, dass das gesamte Gebiet in die politischen Belange mit einbezogen wird, wurde das gesamte Gebiet neu aufgeteilt. Das Ziel des Kleisthenes war es, auch den weiter entfernten Siedlungen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln. Die Attische Demokratie trug einen wesentlichen Teil zum Wohlstand des gesamten Gebietes bei.

In der ersten Hälfte des 5.Jahrhunderts vor Christus tobten ziemlich heftige Kriege mit den Persern. Trotzdem gelang es ihnen nicht, die Oberhand zu gewinnen, denn auch hier erwies sich die Verfassung des Solon als Vorteilhaft. Während der hellenistischen Zeit verliert Athen trotz mehrerer Versuche seine Unabhängigkeit.

Im Jahre 86 vor Christus dann wurde die Stadt durch die Römer geplündert. Dank des Kaiser Hadrian, welcher Athen immer mal wieder besuchte, gewann die Stadt wieder ein wenig an Bedeutung. Er ließ unter anderem die Hadriansbibliothek errichten. Trotz einer erneuten Eroberung und Zerstörung, diesmal durch die Heruler, gelang es Athen, als geistige Stadt zu bestehen.

Ende des 6. Jahrhunderts nach Christus wird Athen erneut, diesmal durch die Awaren und die Slawen, heftig zerstört. Mittlerweile zum byzantinischen Reich gehörend, wurde es gegen Ende des 8.Jahrhunderts von Kaiserin Irene regiert. Nachdem Athen Anfang des 13.Jahrhunderts an die Franken ging, erlangten die Byzantiner in der zweiten Hälfte des 13.Jahrhunderts wieder die Macht.

Von der Mitte des 15.Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts ging die Herrschaft wechselweise an die Osmanen, die Venezianer, die Türken und letztlich wieder an die Griechen über. Unter der Regierung König Otto I wurde Athen dann 1834 die Hauptstadt Griechenlands. Dieser musste die Herrschaft allerdings im Jahre 1862 an König Georg I abtreten.

Die Anfänge des 20.Jahrhunderts waren noch mit einigen Kriegen behaftet, gerade in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg erreichten viele Flüchtlinge die Hauptstadt. Zwischen den Jahren 1924 und 1935 wurde Athen dann zur Republik, allerdings wurde 1935 die Monarchie wieder eingesetzt. Im zweiten Weltkrieg dann griffen die Deutschen Griechenland an und zwangen 1941 den Diktator Metaxa zur Flucht nach Alexandria. Bis 1944 war Griechenland in deutscher Hand. Zwischen 1944 und 1949 tobten erbitterte Bürgerkriege in Athen. In den folgenden Jahren fanden immer mal wieder kleinere Aufstände statt. Seit 1981 ist Griechenland Mitglied der EWG, später dann der EU.