Sehenswürdigkeiten Athen

Denkt man an Athen, so fällt einem natürlich als erstes die Akropolis ein. Obwohl es verschiedener dieser Bauwerke in den griechischen Orten gibt, so denk man doch unweigerlich an Athen, wenn der Name Akropolis fällt. Dieser Bau ist allerdings auch so beeindruckend, dass man ihn, wenn man einmal hier war, garantiert nicht wieder vergisst. Zusammen mit dem Niketempel, den Propyläen, dem alten Athena-Tempel und auch der Chalkotheke gehörten rund 20 Bauwerke zur Akropolis, deren Bau im Jahre 467 vor Christus mit dem Errichten der Propyläen begann. Schenkt man Theodor Heuss‘ Aussage Glauben, so wurde unter anderem auf diesem Hügel Europa gegründet. Durch die Explosion eines Pulvermagazins gegen Ende des 17.Jahrhunderts wurde die Akropolis mit den darum liegenden Bauten erheblich zerstört. Zwar bemühte man sich seit den 1930er Jahren um eine Restaurierung, allerdings schadete das damals verwendete Material dem Marmor. Seit den 1980er Jahren nun ist man wieder bemüht, die Bauten entsprechend zu restaurieren. Blickt man vom Hügel der Akropolis hinab, so kann man in einigen Metern Entfernung das neue Akropolis-Museum erkennen. Hier wurden einige der einstigen Bauten nachgestellt.

Allerdings ist die Akropolis nur eine von unglaubliche vielen historischen Bauwerken der Stadt. Hier alle aufzuführen, würde wohl den Rahmen sprengen, von daher erfolgt hier noch eine kleine Auswahl verschiedener Sehenswürdigkeiten. Die Agora von Athen, die man auch von der Akropolis aus sehen kann, diente in der Antike als Versammlungsplatz der Bürger. Einige der Bauten hier erinnern noch an die Antike, so findet man hier den Tempel des Hephaistos. Dieser Tempel gilt als der am besten erhaltene Temple in ganz Griechenland.

Erwähnenswert ist wohl auch das Dionysostheater, welches ebenfalls von der Akropolis aus in südlicher Richtung zu sehen ist. Der Name lässt sich auf den griechischen Gott Dionysos zurückführen. In der Antike fanden hier Theaterstücke und Dramen statt. Etwas nördlich der Akropolis, in der Plaka (Altstadt) stehen die Überreste der Hadriansbibliothek. Zwei Stockwerke und die Westfassade sind noch erhalten.

Der Tempel des Zeus, das Olympieion, liegt in östlicher Richtung von der Akropolis aus gesehen. Noch heute kann man 15 der einst 20 errichteten Säulen sehen, die eine imposante Höhe von 17m haben.

Das um 330 vor Christus errichtete Kallimarmaro-Stadion – auch als Panathenäisches Stadion bekannt – und von Herodes um 140 vor Christus mit Marmor erneute Stadion überdauerte die Jahrhundert zwar nicht in seinem ursprünglichen Zustand, doch durch eine großzügige Spende Georgios Averoffs (griechischer Kaufmann, 1815-1899) konnte das Stadion wiederhergestellt werden.

Bekannt ist wohl auch das „Grabmal des unbekannten Soldaten“, sowie der erste Athener Friedhof, auf dem verschiedene griechische Prominente begraben liegen. Nicht zu vergessen natürlich der Pnyx, ein Hügel, der westlich der Akropolis liegt und in der Antike für Volksversammlungen diente.

Die schon erwähnte Plaka, die Altstadt von Athen sollte man vielleicht mit einem genüsslichen Abendspaziergang bedenken, denn erst dann, im Licht der Dämmerung wirken die altertümlichen kleinen Gässchen besonders reizvoll. Obwohl im Laufe des 20.Jahrhunderts aufgrund der engen Bauweise und der maroden Häuser recht unbeliebt geworden, so erstrahlt die Altstadt heute wieder in ihrem alten Glanz. Zu verdanken ist dies letztlich einer aufwändigen Restaurierung der Häuser in den 1980er Jahren. Viele Tavernen und touristischer Geschäfte ließen sich hier nieder, was die Plaka höchst interessant gerade für Touristen macht.

Als religiöses Highlight wird hier wohl das Kloster Daphni eingestuft. Der Sakralbau aus dem 11.Jahrhundert besticht durch seine zahlreichen Mosaiken. Nicht umsonst wurde es 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Im 19.Jahrhundert hielt der neoklassizistische Baustil Einzug in die Stadt. Bestes Beispiel hierfür ist die Athener Trilogie – ein bauliches Zusammenspiel von Universität, Akademie und Nationalbibliothek. Das 20.Jahrundert brachte dann den Klassizismus in die Stadt, allerdings begann man auch mit verschiedenen Restaurationen und Rekonstruktionen der alten Gebäude.

Für Museumsliebhaber hält Athen einige besondere Sahneschnitten bereit. Neben einigen allgemeinen Museen, wie dem Museum für kykladische Kunst, sollte man in jedem Fall dem alten und neuen Akropolismuseum einen Besuch abstatten. Hier stehen noch einige originale Teile der alten Akropolis, welche vom Besucher betrachtet werden können. Im archäologischen Museum sind neben Bronzearbeiten auch Funde aus der prähistorischen Zeit zu bestaunen.

Um auch ein wenig über die jüngere Geschichte zu erfahren, bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten. In der Plaka liegt das jüdische Museum und in Monastiráki kann man in Ruhe einen Streifzug durch das Volkskundemuseum unternehmen.

Für Kunstinteressierte halten unter anderen das Nationale Museum für Kunst, die Nationalgalerie und das Schmuckmuseum einige wirklich bezaubernde Stücke bereit. Neben all den erwähnten Museen gibt es in Athen auch noch verschiedene technische Museen (Kriegsmuseum, Telekommunikationsmuseum), Naturkundemuseen und sogar ein Kindermuseum.

Noch viele weitere Sehenswürdigkeiten gibt es in Athen zu bewundern, sodass ein mehrtägiger Aufenthalt in dieser geschichtsträchtige Metropole jedem Griechenland-Reisenden wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Erkunden Sie vorab mit einem Reiseführer Griechenland, damit Sie sich von den vielen kulturellen Kostbarkeiten einen Überblick verschaffen können und Ihnen somit nichts entgeht.