Geschichte

Lange, bevor die ersten griechisch sprechenden Menschen – die Mykener – im Jahre 1100 vor Christus die Insel Kreta besiedelten, gab es hier schon Leben. Es lässt sich belegen, dass schon im Jahre 6000 vor Christus hier die ersten Menschen gelebt haben. Kreta ist also eine Insel mit einer weit in die Antike zurück reichende Geschichte. Neben den schon eingangs erwähnten Mykenern siedelten sich mehr und mehr Völker hier an, so dass sich viele kleine Stadtstaaten bildeten. Zu dieser Zeit allerdings war Kreta eher von kultureller Bedeutung, wie auch zahlreiche Reliquien aus dieser Zeit belegen. Von 67 vor Christus bis fast zum Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus übernahmen die Römer die Verwaltung von Kreta. Die anschließend hier herrschenden Byzantiner konnten sich strategisch festigen und behielten bis Anfang des 13. Jahrhunderts die Macht über Kreta. Einzige Ausnahme: Die Sarazenen, welche zwischen den 820er und den 960er Jahre die Insel besetzten. Zeitweise gehörte Kreta zur Republik Venedig, aber auch die Türken beherrschten das Leben auf Kreta. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts dann wurde den auf Kreta herrschenden bürgerkriegsähnlichen Aufständen ein Ende gemacht, in dem unter anderem Russland und Frankreich intervenierten, doch erst im Jahre 1913 wurde Kreta als Teil Griechenlands angesehen. Die Türken wurden Anfang der 1920er Jahre dank des Lausanner Vertrages zum Rückzug aufgefordert. Da Kreta während des zweiten Weltkrieges (1941) aufgrund seiner strategisch guten Lage in die Hände der deutschen Wehrmacht fiel, litt die Bevölkerung während den vier Jahren der deutschen Besetzung (bis 1945) sehr unter der brutalen Vorgehensweise der derzeitigen Machthaber. Rund 8000 Kreter ließen während dieser Zeit ihr Leben. Weitere Kriege, wie der Partisanenkrieg und der griechische Bürgerkrieg folgten.