Mittelgriechenland

Zu den größeren Verwaltungsregionen Griechenlands mit einer Größe von ca. 15.500 km² und rund 605.000 Einwohnern gehört Mittelgriechenland. Die Region teilt sich in fünf Präfekturen, von denen eine die Insel Euböa darstellt. Die anderen vier Präfekturen (Evrytania, Fthiotida, Böotien und Fokida) liegen auf dem griechischen Festland.
Euböa ist die zweitgrößte Insel Griechenlands und ist über einen Damm sowie mit der Fähre bequem ab dem Festland zu erreichen. Auch wenn in den letzten Jahren der rege Urlaubsverkehr hier Einzug gehalten hat, beherbergt sie noch viele Dörfer in ursprünglichem Stil. Außerdem wird man hier von wunderschönen grünen Täler, abgeschiedene Buchten und Berghänge überrascht sein.
Fokida ist recht reich an Sehenswürdigkeiten. Hier findet man es, das berühmte Delphi. Delphi ist nach Athens Akropolis die bedeutendste Sehenswürdigkeit. Im Heiligtum des Apollos befindet sich die Heimat des bekannten Orakels. Dieses Orakel wurde über Jahrhunderte hinweg von Herrschern, Politikern aber auch von einfachen Personen um Rat gefragt. Die Überreste und Ruinen des Apollotempels prägen jeden Besucher nachhaltig. Wichtige Stationen bei einer Besichtigung von Delphi sollten zudem das Heiligtum der Athene. Neben einer Byzantinischen Kirche, und den antiken Mauern von Lilea kann man hier auch noch das Kloster des Elias finden. Museumsliebhaber finden hier auch genügend Anlaufmöglichkeiten, zum Beispiel das Archäologische Museum in Amfissa oder auch das Marinemuseum in Galaxidi. Ein weiteres Sahnehäubchen in dieser Kategorie dürfte wohl auch das Völkerkundemuseum in Agoriani sein. Für Naturliebhaber, die sich gerne die Wanderschuhe anziehen, gibt es hier einige wunderschöne Wanderwege, die in den verschiedenen Gebirgen versteckt sind. Auch die Wintersportler werden hier wohl nicht zu kurz kommen, denn im Parnassos-Gebirge befindet sich ein traumhaftes Ski-Zentrum.
Die Präfektur Fthiotida liegt ziemlich zentral auf dem griechischen Festland. Für den Pauschaltouristen mag diese Region eher nicht so interessant sein, dies mag wohl der Grund sein, warum die meisten Touristen hier nur auf der Durchreise zu den südlichen Regionen entlang fahren. Doch gerade die Individualisten dürften sich hier besonders wohl fühlen, denn bezeichnend für diesen Landkreis sind die Flüsse, Berglandschaften, Heilquellen, Sandstrände und Wälder. Der Kurort Kamena Vourla ist wegen seinem gesunden, trockenen Klima sehr beliebt. Über der Hauptstadt Lamia thront eine Kreuzritterburg, die in jedem Falle eine Besichtigung wert ist.
In Evrytania, westlich in Mittelgriechenland gelegen mag sich noch vieles urgriechisch abspielen. Vom typischen Tourismus der südlichen Regionen in Griechenland bekommt man hier nicht allzu viel mit. Das macht diese Präfektur zu einem eher ruhigen Ort, an dem man trotzdem auch viele Naturschönheiten bewundern kann. Da Evrytania an keiner Küste liegt, wird man hier auch eher die Wanderer, Spaziergänger oder Radler finden. Interessant allerdings mag die Präfektur auch für Liebhaber der Berge sein, denn hier findet man einige Gebirgszüge mit Höhen über 2000 m.
Die Hauptorte der Attischen Halbinsel Böotien sind Porto Germeno, Alepohori und Psata. Sie sind typisch für diese Region und liegen eingebettet in den Pinienwäldern entlang des Golfs von Korinth. Diese Buchten laden zum Schwimmen ein. Unterkunftsmöglichkeiten und Restaurants für Fischspezialitäten gibt es hier in guter Auswahl. Die Stadt Theben liegt etwa 86 Kilometer abseits von Athen im Landesinneren. Das bedeutende Archäologische Museum der sagenumwobenen Stadt, einst Heimatstadt von Ödipus und Herakles, gehört zu den eigentlichen Pflichtbesuchen für Geschichtsfreunde. In den Felsen des Parnasses (2457 Meter), er liegt förmlich auf dem Weg von Athen nach Delphi, stößt man auf ein eindrucksvolles Amphitheater, hier befindet sich die Opferstätte Apollos und ist des Weiteren eines der unzähligen geschichtsträchtigen Plätze in Griechenland.